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Bericht aus der Mainzer AZ vom 31.07.2009

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SOZIALPASTORAL Ökumenischer Mittagstisch bekocht seit drei Jahren einmal im Monat Obdachlose

31.07.2009 - MAINZV

Von Birgit Knape

Katholische Kirche in Mainz: Das sind nicht nur Messen und große soziale Einrichtungen. Im Rahmen der "Initiative Sozialpastoral" finden sich viele soziale Projekte, die von Hauptamtlichen Sozialpastoralen begleitet und von Ehrenamtlichen ausgeführt werden. Einige davon stellen wir in einer Serie vor. Heute: Der "Ökumenische Mittagstisch" in der Innenstadt.

Es ist der vierte Freitag im Monat, nach St. Peter, St. Stephan und St. Martin ist heute die Altmünster-Gemeinde an der Reihe. Schon um 11 Uhr sind im Gemeindesaal sieben Tische gedeckt, Tischdecken, Servietten, auf jedem Tisch steht auch eine Rose. In der kleinen Kochecke hinter der Theke ist das Küchenteam schwer beschäftigt: Nudelsalat wird aus einer großen Wanne auf Schüsseln verteilt, kleine Schälchen werden mit Senf und Ketchup gefüllt, Brötchen aufgebacken. Im Gartengrill knistert schon das Feuer. Seit acht Uhr morgens ist Margot Brinkmann im Gemeindesaal mit Vorbereitungen beschäftigt. "Normalerweise fangen wir donnerstags an zu kochen", erzählt sie, "gestern war das nicht möglich, weil der Raum belegt war." Also hat sie die Nudeln kurzerhand auf dem heimischen Herd gekocht und auch einige Kuchen gebacken.

Schon seit über drei Jahren, seit es den ökumenischen Mittagstisch in der Altmünster-Gemeinde gibt, lenkt Margot Brinkmann die Geschicke. Ein Team von acht Mitarbeitern unterstützt sie dabei, heute sind einige krank, aber es findet sich immer jemand, der einspringt. Auch Winfried Späth von der City-Seelsorge bindet sich eine Schürze um und lässt sich einen Tisch zum Servieren zuteilen. "Ich bin jeden Freitag dabei, jede Woche in einer anderen Gemeinde", sagt er. Viele der Gäste kennt er schon aus seiner früheren Arbeit im "Senfkorn", auch beim Mittagstisch ist er der professionelle Ansprechpartner, derjenige, der weiß, wann die nächste Sprechstunde für Probleme ist. Ursprünglich war geplant, dass sich auch das Küchenteam zum Reden zu den Gästen setzt, "aber mittlerweile ist das Servieren so viel Arbeit, dass wir das höchstens am Ende beim Kaffee schaffen", erzählt Margot Brinkmann. Angefangen hatte der Mittagstisch in der Altmünster-Gemeinde mit 19 Gästen, inzwischen kommen rund 60. "Aber man weiß nie genau, wie viele es werden."

Mittlerweile hat sie Erfahrung, weiß in etwa, welche Mengen sie einkaufen muss, denn auch das gehört zu ihren Aufgaben. "Etwa Dreiviertel der Gäste kommen regelmäßig", sagt Hendrik Maskus, Pfarrer der evangelischen Altmünster-Gemeinde. "Man kennt so manchen, die Menschen haben ja auch Geschichten, da sind echte Lebenskünstler dabei."

"Am Anfang war ich etwas skeptisch, Obdachlose, die sind ja vielleicht nicht so gepflegt" - doch die Bedenken von Margot Brinkmann zerstreuten sich schnell. "Ich habe eher den Eindruck, alle geben sich vorher viel Mühe, es scheint wirklich für alle ein Festtag zu sein." Das liegt sicher nicht nur am Essen, sondern am Gemeinschaftsgefühl, an der Gelegenheit zum Gespräch. Um 12.30 Uhr wird der Saal für die Gäste geöffnet, die sich schon vor der Tür versammelt hatten. Pfarrer Maskus begrüßt alle, verkündet die Menüfolge und spricht ein kurzes Gebet. An diesem Mittag gibt es eine Kohlrabicremesuppe, Gegrilltes mit Nudel- oder Kartoffelsalat, Quittencreme sowie Kaffee und Kuchen. "Wir finanzieren das gesamte Essen durch Spenden aus der Gemeinde", erzählt Margot Brinkmann, "Fleisch gibt es da nicht so oft, lieber mehrere Gänge." Wichtiger als das Essen ist ohnehin das Gefühl der Wertschätzung, das die Gäste hier erfahren sollen, so die ursprüngliche Idee, von Günter Götz von der Pfarrer-Landvogt-Hilfe vor fünf Jahren.

Sind die Gäste weg, geht für Margot Brinkmann die Arbeit weiter, aufräumen, spülen. Um 16 Uhr ist sie fertig. "Ich bin Rentnerin, soll ich den ganzen Tag nur zu Hause rumsitzen? Ich bin kein Typ dafür, ich muss das hier machen!"

(Mainzer Allgemeine Zeitung vom 31.07.2009)

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