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Impulse für das Leben mitnehmen

03.09.2012 - MAINZ

Von Nicole Weisheit-Zenz

OFFENE KIRCHEN Tausende nutzen Gelegenheit zu einem Besuch zu ungewohnter Stunde
Nahrung für die Seele und Impulse für das Leben mitzunehmen, dazu hatte die Nacht der offenen Kirchen eingeladen. Zum vierten Mal nutzten einige tausend Menschen die Gelegenheit, zu ungewöhnlicher Stunde unterwegs zu sein durch die Gotteshäuser im Herzen von Mainz. 17 Innenstadtkirchen nahmen unter dem Motto „bunt und weltoffen“ daran teil. 250 Ehrenamtliche beteiligten sich an den Aktionen.

Beim Gang durch die geöffneten Kirchenräume auch selbst offen zu sein für Neues und sich Zeit zu nehmen für interessante Begegnungen war der Wunsch der beiden Dekane Markus Kölzer und Andreas Klodt, die den besonderen Abend in St. Quintin eröffneten. Im Anschluss stimmte das Glockenläuten aller beteiligten Kirchen auf den Rundgang ein, ob nach vorab geplanter Route oder ganz spontan.

Beschwingte ungarische Rhythmen gingen in der Lutherkirche über in besinnliche Orgelklänge mit Psalmlesungen. In der Augustinerkirche wurden meditative Tänze gezeigt. Auch in der Altmünsterkirche war bei Auftritten der Kantorei oder des Jugendchors „C-major“ für jeden Geschmack etwas dabei.

In angenehm warmer Atmosphäre zur Ruhe zu kommen, auch dazu war bei der Kirchennacht Gelegenheit, beispielsweise im Schein von rund tausend Kerzen in St. Bonifaz. Untermalt von besinnlichen Klängen der Band „Santo Subito“ bot sich im Dom ein beeindruckendes Bild: Im Ostchor schienen Stufen zum Himmel zu führen, auf denen man selbst ein Licht entzünden und einen Segenswunsch auswählen konnte.

Umgeben von einem duftenden Rosengarten lud die Kapelle der Maria-Ward-Schwestern ein zu Meditationen, die von einer Gruppe chaldäischer Christen gestaltet wurden. Zudem berichtete Bundestagsabgeordnete Ute Granold von der dramatischen Situation vieler verfolgter Christen im Orient. Moderne Lobpreismusik mit Schlagzeug und E-Gitarre erklang in der Jugendkirche der freien Adventistengemeinde.

Einblicke in Kostbarkeiten aus dem Kirchenschatz boten sich in St. Ignaz. Neben einem amüsanten Film, in dem einige Mainzer zu Wort kamen, wurden auch ganz persönliche Schätze gezeigt, von der geliebten alten Puppe bis zum Trikot der 05er. Nach inszenierten Lesungen aus dem Alten Testament traf man sich in der Christuskirche zum besinnlichen Ausklang.

Offene Kirchen zeigen sich in anderem Licht

02.09.2012 - 18:21 Uhr

Mainz - Das regnerische Wetter konnte sie vom Kirchenbesuch zu ungewohnter Stunde nicht abhalten - im Gegenteil. Rund 4000 Mainzer und Gäste kamen zur vierten "Nacht der offenen Kirchen", um 17 Gotteshäuser mal ganz anders zu erleben.

Das Gewölbe der Kirche St. Quintin ist erfüllt von rotem und violettem Licht. Kerzen leuchten aus allen Ecken, vom Altar her durchdringt Panflöten- und Orgelmusik den hohen Raum. Obwohl es der letzte Augustabend ist, fühlt man sich vorweihnachtlich. Das nasse Wetter in der Nacht zum Samstag hat da seinen Anteil. Von draußen strömen immer mehr Menschen hinein, klappen ihre Schirme zusammen und sitzen im nächsten Moment andächtig auf den Kirchenbänken.

Der Regen konnte die Besucher nicht davon abhalten, an diesem Abend zahlreich zur vierten Mainzer "Nacht der offenen Kirchen" zu kommen. Insgesamt nutzten nach Schätzungen der Veranstalter rund 4000 Mainzer und Gäste die Gelegenheit, 17 Kirchen und Kapellen der Innenstadt in einem anderen Licht kennenzulernen.

Motto"Licht verwandelt - Licht erhellt"

Unter dem Motto "Licht verwandelt - Licht erhellt" wurden den ganzen Abend über Altarräume in allen Farben angestrahlt, Kerzen verteilt, hoffnungsvolle und auch kritische Botschaften verkündet. Als der Auftakt in St. Quintin zu Ende ist, läuten die Kirchenglocken. Manche bleiben noch sitzen, nutzen die Stille, die meisten ziehen weiter. Es schüttet zwar nicht mehr so, das Wetter lässt dennoch zu wünschen übrig.

"Ich finde den Regen nicht schlimm. Der macht eine heimelige Atmosphäre", erklärt Cathérine Ludwig. Sie ist mit zwei Freundinnen unterwegs. Das Wetter nehmen die Mainzerinnen pragmatisch. Als nächstes wollen die drei jungen Frauen in St. Bonifaz. Zum einen, weil dort ein Lichtermeer aus 1000 Kerzen arrangiert sein soll, zum anderen, weil es dort heißen Tee gibt.

Im Dom zeigen 1000 Kerzen den Weg zur "Jakobsleiter"

Draußen hat sich ein Strom aus bunten Regenschirmen gebildet. Die meisten Kirchenbegeisterten haben sich in Richtung Dom aufgemacht. Noch ist es hell. Umso mystischer wirkt das Innere der mehr als 1000-jährigen Kathedrale, in der Kerzen kleine Lichtinseln bilden. Der Abend hier steht im Zeichen der Bibelgeschichte "Die Jakobsleiter". Der Erzählung nach führt sie in den Himmel. Im Dom kann man sie ganz real betrachten. Im Ostflügel weisen Kerzenreihen den Weg zu einer Leiter, die bläulich strahlt.

Wegen ihrer vollen Beleuchtung wirkt die Augustinerkirche dagegen fast steril. Obwohl sich die pompöse Barock- und Rokokogestaltung bestens dazu eignen würde, wird hier weniger auf Atmosphäre gesetzt. Die Besucher sind hier eingeladen, auf einer großen Tafel ihre Gedanken und Assoziationen zum Thema Bewegung und Stillstand zu skizzieren. "Es haben sich richtige Diskussionen entwickelt", freut sich Gabriele Staffel von der katholischen Wolfgang-Philipp-Gesellschaft. Das Motto der Veranstaltung "Licht verwandelt - Licht erhellt" kann nicht nur darauf reduziert werden, was mit der Atmosphäre eines Raums passiert, wenn dieser durch Kerzenlicht erhellt wird. Beleuchtung kann auch bedeuten, sich eines Themas anzunehmen.

Politik bleibt nicht außen vor

In der Dreikönigskapelle der Maria-Ward-Schwestern berichtet die Bundestagsabgeordnete Ute Granold über die Verfolgung von Christen in den arabischen Ländern. Über dieses Problem informiert auch das christliche Hilfswerk "Open Doors" in der St. Johanniskirche. Um Mitternacht läuten die Glocken noch einmal. Alle, die bis jetzt durchgehalten haben, werden in der Christuskirche mit einem Segen in die Nacht entlassen.

Rebecca Ciesielski

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