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Urfaust

Aufführungen

Do., 10.02.2011
Fr., 11.02.2011
Sa., 12.02.2011
So., 13.02.2011
Fr., 18.02.2011
So., 27.02.2011

Karten unter: www.theater-hautnah.de
oder unter: Tel 06131 - 228996

Probenfotos vorab

Die Mainzer Allgemeine Zeitung berichtet von der Premiere

Momente der Gänsehaut
12.02.2011 - MAINZ Von Nicole Weisheit-Zenz
THEATER HAUTNAH Junges Ensemble bringt den Urfaust in der Altmünsterkirche auf die Bühne

„Dieser außergewöhnliche Ort für ein Theaterstück zeigt, dass das Leben mit all seinen Facetten seinen Platz in der Kirche hat”, begrüßt Dekan Andreas Klodt das Publikum zur Premiere in Altmünster. Unter der Regie von Rolf Bidinger bringen sieben junge Schauspieler des „Theater hautNah” Goethes Urfaust zur Aufführung. Die Sprache in Reimform wird in der modernen Bearbeitung bewusst beibehalten, Kleidung und Requisiten lehnen sich an das 18. Jahrhundert an.

Im „Vorspiel auf dem Theater” schildern Direktor, Dichter und Schauspieler ihre Sichtweisen auf ihr Metier und beschreiben den Spannungsbogen zwischen Menschlichem und Philosophischem, Vernunft und Glaube. Zugleich stimmen sie das Publikum ein auf den Kampf zwischen Gut und Böse und auf Fausts Weg „vom Himmel durch die Welt zur Hölle”.

Doktor Faust, überzeugend dargestellt von Jan Schuba, präsentiert sich mit geheimnisvollem großen Buch als Gelehrter, der über sein Wissen nachsinnt und Kontakt mit der Geisterwelt aufnimmt. Mephistopheles, meisterhaft gespielt von Daniel Kröhnert, sorgt schon mit seinem ausdrucksstarken Blick für knisternde Spannung in der Luft. Die Dynamik, mit der er sich durch den Kirchenraum bewegt, und sein kraftvoller Sarkasmus lassen die ehrwürdigen Mauern förmlich erzittern.

Ein Raunen geht durch die Zuschauerreihen, als die teuflische Gestalt mitten auf dem Altar Platz nimmt, um Faust beim Kartenspiel mit einem Ass im Ärmel zu betrügen. In allen Szenen wird der heilige Ort aktiv mit einbezogen, er dient sogar als Schanktisch für guten Rheinhessenwein in „Auerbachs Keller”. Generell spielt sich das Geschehen auf den Treppenstufen im Altarbereich, auf der Kanzel oder in den Gängen ab, wodurch man sich unmittelbar beteiligt fühlt. Für die musikalische Untermalung sorgen Dekanatskirchenmusiker Volker Ellenberger an der Orgel und der Johannischor mit stimmungsvollen Liedern, vom beschwingten französischen Kanon bis zum Trauergesang.

„Sie hat was in mir angezündet”, schwärmt Faust, der fasziniert ist von der Schönheit und Reinheit Gretchens (wundervoll dargestellt von Dana Kröhnert). Aus schwärmerischem Entzücken wird leidenschaftliches Verlangen, und auch die ältere Nachbarin Marthe (alias Julia Fuhrmann) verblüfft mit kessen Avancen an Mephisto. Zwischen romantischen Küssen auf der Picknickdecke stellt die gläubige junge Frau die „Gretchenfrage”: Wie hält es Faust mit der Religion, glaubt er an Gott? Im Spektrum der Gefühle, das sie durchleben, gelangen die beiden dann allzu schnell von fröhlich-verliebt zu furchtsam-verzweifelt. Zwei Menschen sterben und am Ende wartet ein am Boden zerstörtes Gretchen im Kerker auf ihre Strafe, was Momente der Gänsehaut garantiert.

Fotos von Thomas Gottfried vom "Urfaust"

Die Mainzer Allgemeine Zeitung berichtet von den Proben:

Urfaust ohne Pathos
22.01.2011 - MAINZ Von Nicole Weisheit-Zenz
THEATER Schauspieler proben für Aufführungen in der Altmünsterkirche

Es war ein anspruchsvolles Stück an einem außergewöhnlichen Ort: Sartres „Der Teufel und der liebe Gott“ wurde im November 2009 in St. Johannis gezeigt und damit erstmals in einer Kirche zur Aufführung gebracht. Die Resonanz war überwältigend. „Seither reifte die Idee, auch den Urfaust in einer Kirche zu spielen“, berichtet Rolf Bidinger, der mit der Inszenierung betraut war und sich nun mit Begeisterung dem neuen Projekt verschrieben hat. Unter seiner Regie verwandelt das Mainzer „Theater hautNah“ den Altarraum der evangelischen Altmünsterkirche in eine Bühne. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Landeskirche Hessen Nassau wird das Werk von Johann Wolfgang Goethe an sechs Abenden aufgeführt, Premiere ist am 10. Februar.

Innerer Kampf zwischen Gut und Böse

In der Urfassung geht es um den inneren Kampf zwischen Gut und Böse. Das Publikum begegnet Faust (alias Jan Schuba), der in seinem Studierzimmer über sein Wissen und die Geisterwelt nachsinnt. Dann kommt Mephistopheles (dargestellt von Daniel Kröhnert) ins Spiel. Im weiteren Verlauf wird die Liebesgeschichte zwischen Faust und Gretchen (Dana Kröhnert) erzählt, die sich mit Mephistos Unterstützung näher kommen. Nach einer Verzweiflungstat ist für die junge Frau jedoch keine Rettung mehr möglich. Umrahmt werden die Szenen vom Gesang des Johannischores. Die musikalische Leitung hat der Organist und Dekanatskirchenmusiker Volker Ellenberger inne.

Eindrucksvoll ist auch die Kulisse, die bei den Aufführungen mit entsprechenden Lichteffekten hervorgehoben wird: Vor den Wänden aus rotbraunem Backstein bilden die Treppenstufen im Altarbereich und die Kanzel wichtige Orte des Geschehens. Selbst der Altar wird mit einbezogen - ob als Schreibtisch, im Kerker oder als Ausschank in „Auerbachs Keller“. „Wir haben den Anspruch, nah am Zuschauer zu sein, daher werden natürlich auch die Gänge mit bespielt,“ verrät Rolf Bidinger bei den Proben.

Knisternde Spannung liegt in der Luft, als Mephisto vor Wut schnaubt oder Faust mit ausdrucksstarken Blicken und sarkastischen Spitzen attackiert. Die Sprache in Reimform wird beibehalten, auch Kleidung und Requisiten lehnen sich an das 18. Jahrhundert an. „Auf großes Pathos möchten wir jedoch bewusst verzichten“, erklärt der Regisseur und hofft, mit der modernen Gestaltung und dem ungewöhnlichen Aufführungsort ein breites Publikum anzusprechen.

Impressum:
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Tel: +49 - 6131 - 228 996 / Fax +49 - 6131 - 97 27 413,
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